Fitness als Lebensstil

06.01.2018

Warum ist es eigentlich so wichtig, Bewegung und gesunde Ernährung in den Alltag einzubauen – am besten lebenslänglich? Einen Fitness Lifestyle so zu entwickeln, dass er in die täglichen Routinen eingebaut wird, man seine Wertigkeit erkennt und die vielen Vorteile, die er für sich und die ganze Familie mitbringt.

Am besten versteht man die Notwendigkeit, wenn man einfach mal unseren Vorfahren Fred Feuerstein und im Vergleich dazu uns, als modernen Mensch betrachtet.

Vor tausenden von Jahren mussten wir stark, belastbar, gesund und auf zack sein, um zu überleben. Sei es der Säbelzahntiger, vor dem geflüchtet werden musste, die Nahrungssuche, Jagt oder das verteidigen des Lebensraumes. Je stärker und schneller der Mensch war, umso größer die Überlebenschancen. Das hat sich lange Zeit auch nicht geändert.

Selbst zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die körperliche Leistungsfähigkeit die Voraussetzung, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Mit jeder neuen technischen Errungenschaft jedoch, kam es zu einem Einschnitt unseres Bewegungsverhaltens. Sei es die Erfindung des Autos, bis zur Einführung des Computers. Mit den Jahren wurde uns Stück für Stück die Notwendigkeit des sich-bewegens genommen.

Volle Regale im Kaufhaus, statt jagen und sammeln, Fahrstühle und Rolltreppen, statt Fußmärsche und Sprints.

Im Jahr 2017 gibt es kaum etwas, was es nicht gibt, um unser Leben so einfach und belastungslos wie möglich zu gestalten.

Dabei ist es genau die Belastung und ausgewogene Ernährung, die der Körper will und braucht.

Wir haben über 500 Muskeln, die täglich bewegt werden wollen. Doch nun gibt es kein Mammut mehr zu jagen – also müssen wir, trotz unserer täglichen Abläufe, einen Lebensstil erschaffen, der der Bewegung und Ernährung von vor tausenden von Jahren, ungefähr ähnelt.

Wir müssen dem Körper Arbeit geben!

Ich vergleiche diese Arbeit mit den Muskeln gern mit der täglichen Körperpflege. Für uns ist es vollkommen selbstverständlich, unsere Zähne 2x am Tag zu putzen. Warum nicht auch die Muskeln pflegen, indem sie auf die selbe Stufe gesetzt werden, wie der Rest der Körperpflege?

Unsere Muskulatur fungiert wie ein Meißel, mit dem der Bildhauer die Statue bearbeitet. Es ist sein wichtigstes Werkzeug.

Mit regelmäßigem Training und hoher Belastung, kann man den Körper formen, das Herz – Kreislauf- System in Schwung bringen, Schmerzen im Alter vorbeugen, Dysbalancen und Defizite verringern und beseitigen und sämtliche Abläufe im Körper auf Trap halten.

Muskeln sind ständig in Kommunikation mit anderen Organen!

Wie schade wäre es also, diese nicht zu fördern. Kommt es zum Zug auf die Muskulatur, wird beispielsweise eine Information zum Knochen gesendet. Er muss die Knochendichte erhöhen, um der nächsten Belastung besser stand zu halten. Genauso wie das Bindegewebe, das sich als Schutzfunktion um den Muskel schließen soll. Es kommt zur Glättung der Haut. Bei Anstrengung geht die Informationen natürlich auch ans Herz – es schlägt schneller und sauerstoffhaltiges Blut wird durch den gesamten Körper transportiert.

Viele Gründe also, um Fitness langfristig in den Alltag einzubinden.

Doch nicht nur viele körperliche Vorteile bringt ein bewegtes Leben!

Ich habe einen Athleten gefragt, der seit seinem 6. Lebensjahr im Leistungssport aktiv ist, was für ihn seit Kindesbeinen dieser sportliche Lifestyle bedeutet.

Er spielt Fußball seit klein auf – das gemeinsame Spielen war also immer Teil seines Tagesprogramms. Nach der Schule haben sich die Schüler getroffen und mit Tshirts Tore abgesteckt. Es gab kein Pokémon Go oder Candy Crush, sondern tägliches Miteinander auf dem Bolzplatz.

Später im Verein kamen Trainer dazu, die die Werte des Spiels vermittelten. Regeln einhalten, Grenzen erkennen , Disziplin und Durchhaltevermögen waren Voraussetzung für das gelingen eines Spiels.

Er hat diese Werte, die er über den Sport von klein auf mit auf dem Weg bekommen hat, auf sein eigenes Leben übertragen und weiß, dass er zweifelsohne ein anderer Mensch wäre, wenn ihn der Leistungssport nicht begleitet hätte.

Nun muss natürlich nicht jeder von uns ein Athlet sein, aber der Bewegung einen hohen Stellenwert zu geben, ist der erste Schritt um Fitness als Lebensstil zu schaffen.

Gleichgewichtig zur Bewegung ist natürlich die Ernährung.

Auch wenn Sport und Bewegung wöchentlich auf dem Plan steht, kann der Körper und das allgemeine Wohlbefinden durch die falsche Ernährung drastisch beeinflusst werden.

Kein Wunder, keiner von uns weiß genau, was eigentlich in den Lebensmitteln alles enthalten ist. Auch wenn es hinten drauf steht – kann man es meist nicht so recht entscheiden, was gut tut und was nicht. Oder weißt du was “Sorbinsäure”, “Natriumascorbat” oder “Dextrose” bedeutet..

Das einzige was hilft ist, sich zu informieren.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Zucker? Was ist ein anderes Wort für Zucker, wenn es es nicht auf der Verpackung finde? Decke ich meine Nährstoffe täglich mit den Nahrungsmitteln ab, die in meinem Einkaufskorb landen, oder könnte ich an einigen Schrauben noch drehen?

Ich selbst habe meinen Zuckerkonsum komplett reduziert und achte auch auf Lebensmittel, die im ersten Moment nicht “süß” bedeuten. Zuckerfallen können genauso Wurst, Käse oder Fleischsalat sein.

Meine tägliche Obst und Gemüse Rationen versuche ich mit saisonalem, lokalen Vitaminlieferanten abzudecken und möglichst frisch und unverarbeitet zu kochen.

Zu meinem Trainingspensum als Athletin darf zusätzlich natürlich nicht die richtige Mischung aus “Makros” zu den “Mikros” fehlen. Also Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.

Die kleinen Nährstoffe sind die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Paleo, Veggy, Vegan, clean eating… Es ist nicht leicht, die perfekte Ernährung für sich heraus zu finden, aber wenn man ausprobiert, auf den Körper hört und zum Lebensmittel- Detektiv wird, ist gesunde Ernährung kein Problem.

Dazu die regelmäßige Bewegung und “Körperpflege” und man ist gesund bis ins hohe Alter.

Ich kann mir für mich selbst keinen anderen Lebensstil mehr vorstellen. Der Sport gleicht mich aus, macht meinen Körper stark und belastbar, sodass ich in der Lage bin, alles zu erleben und bewältigen, was ich möchte. Mein Körper bringt mich überall hin, ich kann heben, ziehen, stützen, laufen und tanzen und bin frei von Schmerzen und Volkskrankheiten.

Die tägliche ausgewogene Ernährung dazu hilft mir, die körperliche Belastung auszugleichen und gibt mir Power, um mich aufzuladen und mit allen wichtigen Bausteinen zu versorgen. Die Belohnung ist eine athletische Form und ein ausgeglichener Geist.

Und diesen Ausgleich brauchen wir alle dringend, sonst werden wir unter dem täglichen Arbeits- , Leistungs- und Beziehungsdruck zu unaustehlichen Gremlins, denen man soeben Wasser übergeschüttet hat.. 😉

Warum also nicht loslegen, eine neue Sportart ausprobieren, Rezepte durchstöbern und neue Ziele setzen.

Jede Leistung fängt mit der Entscheidung an, es zu versuchen!

Übrigens – ein Athlet hat nicht “mehr” Muskeln als ein Nicht – Sportler, nur mehr Masse.

Wir haben also alle die selbe Anzahl an Muskulatur und die gleichen Voraussetzungen. Es kommt nur darauf an, was wir aus der Genetik, die Fred Feuerstein schon hatte, täglich für uns herausholen.