Dem Alltagsstress die kalte Schulter zeigen.

03.03.2017

Mit meinem Job als Lichtoperator in der Oper ist mein Körper neben den sonstigen Stressauswirkungen die wir im Leben normaler weisse schon haben, um einiges mehr gefordert. Schichtarbeit, grosse Verantwortung, Perfektionsdrang der Produktionen, je nach Arbeitsplatz schwierige Körperhaltung wie auch schwere körperliche Arbeit, wenig Tageslicht dafür viel  intensives LED Licht sowie wenig frische, dafür staubige und trockene Luft.

Da ist es sehr wichtig, einen guten Ausgleich zu finden.

Besonders im Winter, wenn draussen das Tageslicht durch die  Jahreszeit  schon reduziert ist, kann man sehr schnell in ein „Loch“ fallen, beziehungsweise in eine negativ Spirale.

Ich bin mir sicher, dass es zahlreiche andere Jobs und Menschen gibt, die wie ich ab und zu an diesen Dingen hadern, deshalb möchte ich Euch hier meine kleinen Tipps und Tricks auf den Weg geben, welche mir helfen, dies zu Überwinden.

Dem Alltagsstress davon laufen – Bewegung und frische Luft

Der Mensch ist von seinem natürlichen Ursprung ein Bewegungswesen. Dies geht Heutzutage massiv verloren. Wir bewegen uns kaum mehr- mit dem Bus und der Bahn zur Arbeit, mit dem Auto einkaufen oder dem Fahrstuhl  zur Wohnung zukommen – so zu sagen vom Arbeitstisch zur Couch- da ja auch vieles schnell gehen muss.

Gerade da ist es sehr wichtig, die kleinen Möglichkeiten die wir haben um uns zu bewegen, sofort auszunutzen. Zu Fuss zur Arbeit oder zur Bahn, zu Fuss Einkaufen (falls man diese Möglichkeiten hat – obwohl da bin ich  mir sicher, es gibt IMMER welche) die Treppe nehmen statt den Fahrstuhl – eigentlich nichts neues. Sich kleine Bewegungsinseln schaffen.

Ich brauche noch mehr- und zwar richtiges Laufen und vor allem dass Herz richtig Pumpen zu lassen.

Es ist schon wie eine Art Meditation in der wir verfallen können, der Rhythmus des Schrittes das vorbei ziehen der Landschaft und der Klang des Herzschlages.

Manchmal brauche ich jedoch bis zu 5 Kilometer, bis ich in diesen „meditativen“ lauf reinkomme.

Laufen ist für mich einer der besten Wege, Stress abzubauen und den Alltag hinter mir zu lassen. Auch Krafttraining oder Teamtraining sind eine gute Alternative neben dem laufen, jedoch nur, wenn diese Trainings ohne zu hohen Leitungsdruck sind. Daher tut es gut, ab und zu einfach mal ohne Pulsuhr dem Alltagsstress davon zu laufen.

Back to the roots – Zurück zu unseren Wurzeln

Raus in die Natur. Sei es in den Wald um einen gemütlichen Spaziergang zu machen, hoch in die Berge oder an den Strand und einfach die Seele baumeln lassen. Die Natur aufmerksam beobachten und die Naturgeräusche wahrnehmen. (Singende Vögel, rauschender Bach, rauschendes Meer etc.)

Auch mit dem Geruchsinn die Düfte in sich hineinsaugen, die Meeresluft, der Waldgeruch etc.

Tageslicht und Vitamin D sind nicht nur für unsere Haut sondern auch für die Augennetzhaut sehr wichtig, deshalb ruhig ab und zu mal die Sonnenbrille weglassen.

Mut zur Entschleunigung

Unser Leben besteht oft  aus „alles muss möglichst schnell passieren“, noch schnell da und dorthin, von einem Termin zum anderen Hetzen.

Deshalb einfach mal ein paar Stunden oder ein ganzer Tag (Sonntags eignet sich wunderbar dafür) mal alles Langsam angehen. Sich wie eine Schnecke fühlen, sich für alles bewusst Zeit nehmen.

Einfach mal verschlafen

Damit meine ich natürlich nicht, dass man einfach blau macht und nicht zur Arbeit gehen, sondern sich ab und zu mal gönne, ohne Wecker in den Tag zu schlafen. Das aufwachen dem natürlichen Biorhythmus überlassen.

Mir tut auch in der Mittagspause ein Powernap von z.B. 20 Minuten sehr gut.

Generell ist es wichtig, gute Schlafqualität zu haben. Klar, ideal wären jede Nacht 8 Stunden zu schlafen, jedoch wenn man die Hälfte dieser Zeit sich hin und her wälzt und an Schlaflosigkeit leidet, bringen diese 8 Stunden nichts.

Ich für mich selber habe mit kleinen Ritualen vor dem zu Bett gehen begonnen, welche mir sehr gut helfen. Ich mache mir 1 Stunde bevor ich ins Bett gehe einen „Night Time“ Tee von Pukka, höre dazu immer dass eine selbe Lied, welches mich entspannt. Ab und zu mache ich noch einfache Yoga Übungen oder entspanne meine Muskeln nochmals auf der „Blackroll“.

Keep it simple – Einfach Essen

Einfaches, natürliches Essen. Damit meine ich, dem Körper all die wichtigen Nährstoffe zu geben, ohne dass er es aufwändig „verarbeiten“ muss. Dass heisst, leichte Kost, zum Beispiel gedämpftes Gemüse, nicht zu stark Gewürzt, gute, hochwertige Kohlenhydrate, welche den Insulinspiegel flach halten und pflanzliches, hochwertiges Eiweiss.

Smoothies finde ich immer wieder genial, da diese dem Köper die Nährstoffe einfacher aufnehmen lassen, ohne diese noch aufwändig zersetzten zu müssen. Gerade nach einem Anspruchsvollen Training kann dies von Vorteil sein, da sich der Körper dann 100% auf die Muskel Regeneration konzentrieren kann.

Mir hilft auch, Abends keine Rohkost mehr zu essen und mindestens zwei Stunden bevor man ins Bett geht, nichts mehr zu mir zu nehmen. Ansonsten ist die Aufmerksamkeit des Körpers bei der Verdauung und kann nicht in den Tiefschlaf fallen.

Viel Spass beim umsetzten und profitiert von dem tollen Frühlingserwachen und saugt diese positive Energie in Euch auf.

Isabelle