Blutzuckersprünge vs. Insulinspiegelkonstanz

04.02.2017

Blutzuckersprünge vs. ein konstanter Blutzuckerspiegel- mein Blog über eine bewusste Ernährung ohne den süßen Formkiller.

Low Carb, Paleo, Vegan, Vegetarisch, Lactosefrei, Frutarisch, Makrobiotisch…. Der Ernährungsdschungel ist kaum noch zu durchdringen, denn ob Lektüre oder Internet- man wird mit Informationen über die vermeintlich gesündeste Ernährung geradezu überschüttet. Jede Woche scheint es in der “Brigitte” eine neue Diät- DIE Diät zu geben, Wissenschafter verkünden neuese Erkenntnissse und Studien und soziale Netzwerke glänzen mit nicht nur hilfreichen, leider öfter auch dubiosen Figurtipps. Es gibt so viele verschiedene Wege, zur Traumfigur zu kommen. Ich habe mit diesem Blog also nicht die Absicht, meine Erfahrung und Ratschläge zu einer gesunden Ernährung für den heiligen Gral aller Ernährungsweisen aufzuzeigen, denn jeder sollte die Schiene fahren, mit der er sich am wohlsten fühlt und langfristig gut umsetzen kann.  Dennoch möchte ich dir ein paar Fakten mit auf den Weg geben, die mir zu der Figur geholfen haben, mit der ich mich seit vielen Jahren  endlich am stärksten fühle.

Ich kann mich daran erinnern, dass es bei uns in der Familie schon seit ich denken kann, einen “Knuperschrank”, eine “Knusperschublade” oder am Ende einen “Knuspertontopf” gab, je nachdem wie meine Eltern die Wohnung einrichteten. Meine Schwester und mir wurde nie der Zucker verboten, wir lernten in Maßen zu genießen, dachten aber auch nicht darüber nach, wenn es mal zum Überschuss an Süßem kam. Zucker und Leckerlies gehörten zum Einkauf meiner Mutter immer dazu, aber auch die Regel, bewusst und gesund damit umzugehen.

Heute bin ich 28, Athlethin und esse nach einem Prinzip, dass sich – “ich-konzentriere-mich-aufs-wesentliche”- nennt. Ich beschäftige mich grundsätzlich mit der Ernährung, die zu meinem Trainingspensum und zu meinen sportlichen Zielen passt und informiere mich dabei über Lebensmittel, die mir gut oder schlecht tun. Ich ernähre mich hierbei schon über eine längere Zeit “Low Carb”- verstehe mich nicht falsch, ich esse Kohlenhyrate – und zwar viel und gerne- nur eben die “richtigen”. Was sind die richtigen? Vollkornprodukte (Brötchen/Brot/Vollkorn-Nudeln), Salat und Gemüsesorten, Fruktosearme Obstsorten (Beeren, Avocado..), Kerne, Nüsse, Samen. Bin ich im Muskelaufbau, kommt aber regelmäßig auch Parboiled Reis in den Topf. Was ich weglasse, um meine Figur zu optimieren? Zucker, Alkohol und Weizen. Zucker, auch Glukose genannt, ist der Serienmörder unter den Lebensmitteln, auf den ich mich in diesem Blog konzentriere. Ich möchte dir erklären, warum ich das so drastisch sehe und vielleicht stellst du danach für dich und deine Familie ein paar Weichen um.

Jedes Mal, wenn du dir den Zucker oben reinschmeißt, passiert etwas mit deinem Insulinspiegel. Er schießt nach oben. Insulin?  Steigt der Blutzuckerspiegel, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus, um diesen wieder zu regulieren. Es beginnt eine freudige Achterbahnfahrt des Bluzuckerspiegels, denn so schnell er steigt, so rasant fällt er auch wieder. Müdigkeit, die nächste Fressattacke sprich schneller Appettit ist die Folge. In dieser Zeit legst du übrigens deinen Fettstoffwechsel lahm, denn für den Körper ist es essentieller, den Bluzucker zu regulieren, als sich um den Stoffwechsel zu kümmern.

Zucker ist aber nicht nur in Süßigkeiten zu finden. Das fiese am Zucker ist, die Industrie spielt ein Versteckspiel mit Namen wie Saccharos, Dextrose, Raffinose, Maltodextrin oder Dextrin. Das sind nur einige der Namen, die auf einem Lebensmittel stehen, ohne dass der Verbraucher sie als Zucker wahrnimmt. In Wurst, Joghurt, Fruchtsäften, Smoothies, Fertigessen, “Kinder-Lebensmitteln”, Saucen oder Brotaufstrichen wie Fleischsalat findet sich herrlich viel Zucker, dabei schmeckt die Hälfte davon nicht mal süß! Und so schleicht sich der ungebetene Gast Tag für Tag auf unsere Esstische, ohne das wir ihn bewusst wahrnehmen. Die Folgen sind Übergewicht oder ein erhöhter Fettanteil, schlechte Zähne, schlechte Haut und Diabetis. Besonders Besorgnis erregend- die Zahl der an Adipositas erkrankten Kindern steigt drastisch nach oben. Die Folgen- eine um 31% verkürzte Lebenserwartung, ein niedriges Selbstbewusstsein und motorische Grundfertigkeiten, die katastrophaler nicht sein können. Ich arbeite jede Woche mit Kindern und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Kinder und Jugendliche teilweise weit zurück hängen, wenn es um körperliche Fähigkeiten geht. Wo wir vor ein paar Jahren noch auf Bäumen geklettert sind, draußen toben und spielen waren, hat die Generation- Unbeweglich mittlerweile eine komplette Medienausstattung im Kinderzimmer. Laptop, Fernseher, eine X-Box, eine Playstation und ein Handy. Dazu geben ihnen zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke den Rest. Was man tun kann? Sich informieren. Zuckereratz finden. Lebensmittel, die zig Mal verarbeitet worden mit elendig langen Zutatenliste einfach vermeiden. Nicht kaufen. Umso mehr Wörter hinter “Zutaten” auf einem Lebensmittel stehen, die du noch nie gehört hast, umso weniger sollte dieses in deinem Einkaufswagen landen.

Mittlerweile gibt es tolle Alternativen zu Zucker, die den Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen. Hälst du deinen Insulinspiegel konstant niedrig, wird dein Fettstoffwechsel nicht unnötig unterbrochen. Ich esse natürlich auch mal Zucker, versteh mich nicht falsch, aber das über den Tag verteilte naschen von Süßigkeiten- ein kleines Stück hier, ein Haps im Büro da, unterlasse ich einfach und ich entscheide mich grundsätzlich für Lebensmittel, die mich lange satt und zufrieden machen. Mein Körper dankt es mir, mein Körperfettanteil ist niedrig, die Zähne gesund und der Muskelaufbau stark. Ich mache keine Diät und würde auch nie eine machen, ich verzichte einfach nur auf die Energieräuber und Dickmacher. Eat better, not less! In meinen Trainingsintensiven Zeiten bin ich am futtern und aufladen, was das Zeug hält!

Mir fiel es Anfangs wirklich schwer, auf meinen Zuckerkonsum zu verzichten, denn von klein auf sind wir Suchties nach Süßem, aber glaub mir, bist du erstmal weg von der “Droge”, wird das bewusste Essen ohne Zucker zu einer normalen Gewohnheit. Über www.simplyketo.de findest du eine große Auswahl an zuckerfreien Lebensmitteln, die ich teilweise selbst schon getestet habe. Es schmeckt und hält lange satt. Und gerade in unserer kurzweiligen, schnellen, explosiven Arbeitswelt tut so ein langsam steigender Blutzuckerspiegel und eine Insulinkonstanz doch gar nicht so schlecht. 😉