Mehr emotionale Intelligenz durch Sport

06.03.2017

Dass Sport und Bewegung viele positive Effekte mit sich bringen ist unbestritten. Im Grunde ist Sport die Basis für körperliche und geistige Gesundheit. Menschen die regelmäßig Sport treiben, strahlen zudem oft mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit aus als Nicht-Sportler. Darüber hinaus erholen sie sich schneller nach Stresssituationen, sind somit belastbarer und können sich besser konzentrieren. Zudem bietet der Sport die Möglichkeit abzuschalten und lässt anschließend Raum zur Selbst-Reflexion.

Ein weiterer positiver Effekt: Sport trainiert auch die emotionale Intelligenz. Wer selbst regelmäßig an seine Grenzen geht, somit auch mal die Komfortzone verlassen muss und daher genau weiß, was es heißt, für das Erreichen seines Ziels Opfer zu bringen, dem fällt es auch einfacher, die verschiedensten Empfindungen seiner Mitmenschen nachzuvollziehen und entsprechend einzuordnen. Die Soziologin Susanne Kreitz attestierte bereits vor über 20 Jahren Marathonläufern in ihrer empirischen Untersuchung „Marathon im Lebenslauf“, folgende Eigenschaften: Fleiß, emotionale Stabilität, Gewissenhaftigkeit, systematisches Denken, Geduld, Ausdauer, Disziplin, Realismus, Selbständigkeit, Motivation und Intelligenz. Eigenschaften die sich privat ebenso auszahlen wie im Job.

Bei meiner Arbeit als Moderator und Sportjournalist profitiere ich regelmäßig durch meine Erfahrungen als ehemaliger Leistungssportler und aktiver Athlet. Egal ob auf Pressekonferenzen, während der Live-Berichterstattung oder beim Interviewen der Sportler in der Mixed-Zone kurz nach Spielende – nachempfinden zu können, wie sich ein Funktionär, Trainer oder Spieler in den unterschiedlichsten Situationen fühlt, hilft mir sehr, das richtige Gespür dafür zu entwickeln, wann welche Fragen angebracht sind und wann nicht. Schließlich weiß ich durch den Sport, wie es ist unter Leistungsdruck zu stehen und auch mal in andauernden schwierigen Situationen an seinem Ziel festzuhalten. Ein Leistungstief kennt man als Sportler zudem ebenso wie siegreiche Zeiten, in denen alles leichter fällt.

In der Audiodatei findet ihr anbei ein paar Beispiele wie es klingt, wenn sich Sportler mal nicht vom Journalisten verstanden fühlen. In diesem Sinne: Immer schön Sport treiben 😉

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